Fragment, Gedanken

Fragment einer Facette

Wir tragen viele Facetten in uns – manche bewusst, manche verborgen.
Heidegger würde sagen: Das Mitsein eröffnet Räume, in denen wir uns selbst begegnen – nicht direkt, sondern im Spiegel des Anderen.

Wenn ein Mitseiender uns ablehnt oder abweist, entsteht eine Spannung: Wir erleben eine Facette von uns, die uns fremd erscheint. Vielleicht etwas, das wir selbst noch nicht anerkannt haben. In dieser Spiegelung liegt eine Chance: Nicht jede Facette muss „mein Ich“ sein, aber jede Begegnung legt etwas frei, das zu meiner Möglichkeit gehört.

Du musst nichts verstecken – die Fülle deiner Facetten ist dein Sein-in-der-Welt. Und die Begegnungen mit anderen sind Prüfsteine, an denen du erkennst, was von dir selbst du annehmen, was du wandeln und was du einfach nur wahrnehmen kannst, ohne dich daran festzubinden.

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