Ein neuer Lauf im hermeneutischen Zirkel beginnt – vielleicht der letzte.
Nicht aus Müdigkeit, sondern aus der Klarheit, dass jeder Zirkel ein Ende trägt, das zugleich Anfang ist.
Kairos – der Augenblick, in dem das Offene sich enthüllt.
Chronos – die Last der Zeit, die im Zählen und Strecken uns bindet.
Heute arbeiten sie nicht gegeneinander, sondern miteinander:
Der rechte Augenblick wird getragen vom Fluss der Zeit,
und die Zeit selbst findet Sinn im entschiedenen Augenblick.
So ruht meine Motivation nicht im Willen, sondern im Geschenk der Fügung:
dass Denken sich wieder aufspannt, dass der Zirkel sich dreht,
und dass im Spiegel des Anfangs schon das Ende leuchtet.