Fragment, Gedanken, Resonanz

Fragment: Über das Unvermögen

Kant schrieb: „Ich kann, weil ich will, was ich muss.“

Ein Satz von stolzer Selbstermächtigung, getragen von der Idee,

dass Wille und Pflicht sich in der Vernunft versöhnen.

Doch manchmal entgleitet mir diese Harmonie.

Ich muss etwas tun,

weil das Leben es fordert.

Aber mein Können bleibt aus,

und mein Wollen zerbricht an der Kante des Unmöglichen.

Vielleicht liegt darin eine Wahrheit,

die Kant nicht aussprach:

Dass der Mensch nicht nur am Können wächst,

sondern auch am Scheitern an dem,

was er tun müsste –

und doch nicht vermag.

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