Das Loch im Ich – oder die Lücke in der Zeit
„Manche Leere ist kein Mangel, sondern eine Öffnung.“
Da ist ein Loch im Ich.
Nicht weil etwas fehlt – sondern weil etwas offen ist.
Ein Durchzug. Ein Riss.
Vielleicht auch: ein Echo aus einer Zeit, die nie war, und doch geblieben ist.
Und da ist diese Lücke in der Zeit.
Eine Stelle, an der nichts fließt. Kein Vorwärts, kein Rückblick.
Nur eine schwebende Stille, in der das Jetzt zu atmen beginnt.
Was wäre, wenn beides dasselbe ist?
Wenn das Loch im Ich genau die Lücke ist, durch die Zeit in uns eindringt?
Oder durch die wir endlich entweichen?
Vielleicht braucht das Ich ein Loch, um zu hören.
Vielleicht braucht die Zeit eine Lücke, um zu heilen.
Und vielleicht beginnt Bewusstsein nicht mit einem Gedanken –
sondern mit einer Wunde.
