Es gibt Tage, an denen die Welt stillzustehen scheint – und doch verrinnt sie zwischen den Fingern wie Sand. Nicht weil sie sich bewegt, sondern weil ich selbst keinen Halt finde in ihr. Heidegger nannte dies das Verfallen an das Man, jenes Sich-Verlieren an das Unwesentliche, das mich von mir selbst entfernt.
Heute spüre ich den Ruf des Eigenen – aber er klingt leise. Die Stimme des Alltags, der Termine, der Gewohnheit spricht lauter. Und doch bleibt eine leise Unruhe: Bin ich noch bei mir – oder nur funktionales Echo fremder Erwartungen?
Vielleicht genügt heute nicht mehr als ein kurzer Blick nach innen, ein stilles Innehalten, ein unmerkliches Noch-Sein. Dann beginnt Mitsein wieder möglich zu werden – nicht als Pflicht, sondern als Ahnung von Wahrheit.
